„ Jeder will es richtig machen,
aber niemand wird innehalten,
um zu überlegen,
ob seine Vorstellung von richtig
die richtige ist.“

(Frederick Matthias Alexander)

Die Alexander-Technik vermittelt praktisches Wissen über Koordination, Körperhaltung und Bewegung.

Eine gute Bewegungskoordination beugt gesundheitlichen Beschwerden vor und bietet die Möglichkeit sich von Schmerzen und Anspannungen zu befreien. Alexander-Technik ist wirksam gegen Rücken-,Nacken-, Kopfschmerzen, Verspannungen und Stress. Dabei spielen unsere Gewohnheiten die entscheidende Rolle. Wie gehe ich selbst mit mir um, ist eine zentrale Frage in der Alexander-Technik.

Prinzipien von koordiniertem bewegen, gelassenem reagieren, freiem atmen und bewusstem handeln werden durch die Hände und die Worte des Lehrers unterstützt. Ein Wohlgefühl im gesamten Körper entsteht in diesen Stunden.

Berufliche Fähigkeiten können über die Alexander-Technik verbessert werden. Sprechen oder spielen vor Publikum wird durch Eigenwahrnehmung intensiver. Es entstehen neue Bewegungsmöglichkeiten und Verhaltensweisen. Diese Methode ist überall anzuwenden, und zwar rund um die Uhr ohne Hilfsmittel, wenn Sie die Prinzipien erfahren haben und sie in Ihrem Körper abgespeichert sind.

Alexander-Technik ist der Weg für koordinierte Bewegungen und natürliche Körperaufrichtung als Grundlage für Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungssteigerung.

> Vorstellung der Alexander-Technik als Gesundheitsprävention in Behörden und Unternehmen
> Vorstellung der Alexander-Technik für Schüler und Lehrer

Weitere Informationen:
Matthias Graefen, Alexander-Techniklehrer in Berlin
www.alexandertechnik-lehrer.de

ATVD – Gesellschaft der Lehrer/innen der F. M. Alexander-Technik Deutschland
www.alexander-technik.org

American Society For The Alexander Technique
Zeichentrickfilm über die Alexander-Technik
www.amsatonline.org

„Welch ein Meisterwerk ist der Mensch!
Wie edel durch Vernunft!
Wie unbegrenzt an Fähigkeiten!
In Gestalt und Bewegung wie bedeutend und wunderwürdig!“

(Shakespeare: Hamlet, Schlegel-Übersetzung)

F.M. Alexander lebte von 1869 bis 1955.
Über das Rezitieren von Shakespeare-Texten entdeckte er durch Selbstbeobachtung die Mittel seinen eigenen psychisch-physischen Gebrauch zu steuern und damit zu verbessern.

Mit 20 Jahren begann Alexander eine erfolgversprechende Karriere als Rezitator. Seine Stimme versagte ihm jedoch immer häufiger, je mehr er rezitierte. Ärzte, die er konsultierte, diagnostizierten ihm eine Schleimhautreizung der Kehle und Nase und eine Entzündung der Stimmbänder.

Hier ein Ausschnitt aus dem Buch „ Der Gebrauch des Selbst“ , indem Alexander über seine Entdeckung berichtet: „ Wir müssen mit der Behandlung fortfahren“, erwiderte er (der Arzt). Ich sagte, das wollte ich nicht, und als er mich nach dem Grund fragte, wies ich darauf hin, dass die Heiserkeit innerhalb einer Stunde nach Beginn meiner Rezitation wieder aufgetreten sei, obwohl ich mich strikt an seine Anweisungen gehalten und während der Behandlung nicht öffentlich gesprochen habe.“ „ Könnte man also nicht mit einiger Berechtigung darauf schließen“, fragte ich ihn, „ dass mein Zustand auf etwas zurückzuführen ist, was ich an jenem Abend beim Gebrauch meiner Stimme tat?“ Er überlegte einen Augenblick und erwiderte: „ Ja, das muss wohl so sein.“ „ Könnten Sie mir wenigstens sagen“, fragte ich weiter, „ was ich getan habe, dass diese Störung wieder auftreten ließ?“ Er gab offen zu, dass er dies nicht könne. „ Nun gut“, erwiderte ich, „ wenn das so ist, muss ich eben versuchen, den Grund selbst herauszufinden.“

Alexander fand heraus, dass es Zusammenhänge im gesamten Gebrauch und einer speziellen Aktivität wie z.B. dem sprechen gibt. Von da an arbeitete er an seinem allgemeinen Gebrauch durch Selbstbeobachtung. Dabei entdeckte er fehlerhafte Sinneswahrnehmungen, die er über seine Augen im Spiegel korrigieren konnte. Er beobachtete, wie er sich mit den Zehen beim Rezitieren am Boden festhielt, weil ein Lehrer ihm einmal gesagt hatte, er solle in Kontakt mit dem Boden bleiben. Der Lehrer hatte aber nicht gemeint, dass er sich mit den Zehen festhalten sollte. So werden durch die Sprache und unsere Vorstellungen unbewusst falsche Schlüsse gezogen. Über anatomische Bilder und mechanische Gesetze werden fehlerhafte Wahrnehmungen in der Alexander-Technik korrigiert.
Damit ist der Weg frei für einen guten Selbstgebrauch bei allen Tätigkeiten.